Heidschnuckenweg

Der Heidschnuckenweg – Etappe 1

Es zeichnet sich ab das die langen Walking Touren Priorität haben werden. Die eine oder andere Tour wird es sicher auf der Hausrunde geben und auch bleiben. Die Walking Touren mit Herausforderung sind jedoch nicht so eintönig und auf Dauer nicht so langweilig. Im April war es die Tour zu Seeve Quelle in der Lüneburger Heide und im August soll es die erste Etappe des bekannten Heidschnuckenweg sein.

Der Heidschnucken Weg ist ausgezeichnet als einer der schönsten Weitwanderweg in Deutschland und erstreckt sich über eine Strecke von 233 km, von Norden nach Süden. Begonnen in Neugraben-Fischbeck durch die Nordheide und Lüneburger Heide zu Schloss Celle in Celle.

Start auf dem Heidschnuckenweg

Gestartet wird in Neugraben-Fischbeck am offiziellen Startpunkt (ausgeschildert). Es ist auch ein Parkplatz direkt vor Ort. Die Tour startet in die Fischbecker Heide und beginnt sofort mit sandigen und steinigen Wegstrecken und den ersten Höhenmetern. Auf den ersten 2-3km gibt es schon die ersten schönen Ausblicke und bei bestem Wetter kann man sogar bis nach Hamburg gucken.

Motiviert an einer Menge Wanderern vorbei, es waren doch auffällig viele am Startpunkt, teilweise mit schwerem Gepäck für die ganze Strecke. Ich wollte heute nur die erste Etappe laufen, sie endet fast vor der Haustür und ist auf dem ganzen Heidschnuckenweg auch die längste Teiletappe. Das es auch die schwerste Teilstrecke ist wollte ich Komoot nicht glauben. Komoot sollte recht behalten.

Die Fischbecker Heide stand bereits in voller Blüte und die Wege waren gesäumt von Unmengen an Blaubeeren. Perfekt für die schnellen Snacks am Wegesrand. Was doch sehr erstaunte waren die sehr steilen Waldwege die für viele mit schweren Rucksäcken schon eine Herausforderung waren. Steil, sandig und rutschig da der Waldboden lange Zeit keinen Regen gesehen hatte. Der Feine Sand sorgte direkt dafür das die Höhenmeter in den Wanden zu spüren waren.

Bergauf und Bergab, am Fischbecker Segelflugplatz vorbei, alles in schönster Heidelandschaft waren die ersten 10 km so fordernd das mein Shirt komplett durch war und das Wasser aus allen Ritzen lief. Fluchend und innerlich Motzend ging es nach einer kurzen Trinkpause dann endlich in ein schattiges Waldstück. Bergauf und Bergab sollte aber weiterhin ein großer Bestandteil bleiben, für weitere 5 km.

Ab dem Karlstein, der seinen Namen durch Karl den Großen erhielt, der den Stein mit seinem Schwert gespalten hat und auf dem noch die Hufspuren seines Pferdes zu sehen sind, ging es endlich durch die Buchenwälder mit angenehmen Gefälle und Schatten Richtung Langenrehm. Ein absolutes Plus ist die Beschilderung des Heidschnuckenweg. Ich habe die Tour auf meiner Garmin Fitnessuhr zum navigieren nicht gebraucht. Immer gut sichtbar ist das Zeichen auf der ganzen Tour zu finden. Sogar die Umleitungen nach dem großen Sturm sind bestens ausgewählt und gekennzeichnet.

In Langenrehm am Reiterhof ist neben der Wanderer Tankstelle zum kostenlosen auffüllen der Wasserflaschen anders als an anderen Reiterhöfen. Es ist ein Schiff auf dem Hof, Oldtimer sind zu sehen und auch ein bisschen skurriles ist vorhanden. Man kann es nicht beschreiben, man muss es selber sehen.

Kurz hinter Langenrehm gibt es eine kleine Rasthütte von Privat mit Sitzgelegenheit und kleinen leckeren Snacks und frischem Kaffee gegen eine freiwillige Spende. Eins schönes Pausenplatz ohne Autolärm.

Weiter geht’s durch ein kleines Wohngebiet mit Felden und Wiesen und ab Richtung Dibbersen. Abwechselnd Wiesen, Wald genau richtig zum Walken, Wandern oder Laufen. Die Strecke ist abwechslungsreich und gut gewählt. Doch langsam machen sich die vielen Höhenmeter am Start bemerkbar und die Beine wollen eigentlich nur noch Pause machen. Das Tempo wird langsamer und die Vorfreude beim Erreichen vom Buchholzer Stadtrand ist unbeschreiblich.

Nachdem auf der Tour bereits 4 Liter Wasser verbraucht wurden gab es einen kleinen Stopp an der Tankstell und Energie durch ein zuckerhaltiges Kaltgetränk wurde nachgefüllt. Es sind noch gute 3 km bis zum heimischen Sofa, doch diese werden bergauf nochmal eine kleine Herausforderung.

Angekommen am Ende der ersten Etappe und dem verdienten Sofa nach 28,10km in 5:59 Std. mit fast 1500 Höhenmetern waren ordentlich Kalorien verbrannt. Vielleicht gibt es noch Etappe 2 und 3 vom Heidschnuckenweg, die jeweils nur halb so lang sind, jedoch sind Teile der Touren bereits schon gelaufen. Der Brunsberg ist bekannt, das Büsenbachtal kennen wir schon und Undeloh ist durch die Tour zur Seeve Quelle schon bekannt. Es bleibt spannend welche Strecke die nächste lange Walking Tour wird.

 

Wer mag kann sich für seinen Wanderpass sogar die passenden Stempel auf der Tor holen und eine Wanderpass für den Heidschnuckenweg gibt hier bei Heidschnuckenweg.de . Dort gibt es auch alles anderen Daten, Karten und Informationen zum Heidschnuckenweg.

2 Kommentare

  • Sara

    Die Bilder und Beschreibungen sprechen für sich. Ein wundervoller abwechslungsreicher Weg, der Lust auf mehr macht. Ich bin gespannt, ob du auch die anderen Etappen gehen wirst und freue mich auf deinen nächsten Artikel.

    Viele liebe Grüße,
    Sara

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